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Der Walzer
Der Walzer entstand nicht aus dem Menuett. Der Walzer war im späten 18 Jhdt. Kennzeichen des gemeinen Volkes. Das Menuett tanzte man vor allem in Adelskreisen, da seine zierlichen Tanzschritte so schwierig zu erlernen waren,
daß es eines Tanzmeisters bedurfte.
Typus Tempo Bemerkung
Ländler (=Frühform) 4tel = 126 Vom oberösterreichischen "Landl" (MGG XIV/226, 1968).
Früher Wiener Walzer 4tel = 132 Wahres jetzt gebräuchliches
Walzertempo” (Czerny, (Lanner, Strauß
sen.)
Klavierschule 1842, gibt punktierte 2tel = 88 an, was
nach
der damaligen Praxis 88:2x3 = 132 ergibt.
Früher Walzer 4tel = 144-150 Tanzschule Bartholomay 1838 gibt an: 48-50 Takte/Min.
Chopin Walzer I 4tel = 108-152 Ebenfalls noch Frühform (auch die "virtuosen" Walzer!)
Chopin Walzer II 4tel = 80 – 108 „Langsamer Walzer“
Strauß sen. punkt. 2tel = 56 Steigerung bis 72 (MGG XII/104, 1966).
Wiener Walzer (Spätzeit) punkt. 2tel = 100 (MGG XIII/104, 1966) (Strauß
jun.)
punkt. 2tel = 69-72 ”Normales Tempo” (MGG XIV/233, 1968).
Langsamer Walzer (Ende 20. Jhdt.) Entstehung um 1920 in England, daher
“English Waltz”.
4tel = 90 (Information der zeitgenössischen Tanzschule 1994)
Wiener Walzer (Ende
20.Jhdt.)
4tel = 180 (Information der zeitgenössischen Tanzschule 1994)
Der
Geschwindwalzer
hat 3 Schritte auf einen Takt. „Langsam” ist der Zweischrittwalzer, bei sehr schnellem Spieltempo (MGG XIV/228,1968)
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